Zusammenhang zwischen Pseudoexfoliationsglaukom und zentraler seröser Chorioretinopathie

Diese retrospektive Multicenter-Studie nutzte die TriNetX-US-Datenbank elektronischer Gesundheitsakten, um das Risiko für die Entwicklung einer Zentralen serösen Chorioretinopathie (CSCR) bei Patienten mit Pseudoexfoliation Glaukom (PXG) im Vergleich zum Primären Offenwinkelglaukom (POAG) zu untersuchen.

Eingeschlossen wurden:

  • 10.347 Patienten mit PXG
  • 205.065 Patienten mit POAG

Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration oder vorheriger Anti-VEGF-Therapie wurden ausgeschlossen. In der Analyse wurden zahlreiche mögliche Einflussfaktoren berücksichtigt, darunter:

  • Alter und Geschlecht,
  • okuläre und systemische Begleiterkrankungen,
  • psychiatrische Erkrankungen,
  • Medikamenteneinnahmen (einschließlich Kortikosteroiden),
  • frühere Augenoperationen.

Patienten mit PXG hatten im Vergleich zu Patienten mit POAG ein signifikant höheres Risiko, eine CSCR zu entwickeln:

  • nach 1 Jahr: etwa 81 % höheres Risiko (aHR 1,81)
  • nach 5 Jahren: etwa 63 % höheres Risiko (aHR 1,63)

PXG ist mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer CSCR im Vergleich zu POAG assoziiert.

Quellen:
Abboud I, Fam A, Almobayed A, Guillaume GI, ElSheikh RH, Lee RK, Elhusseiny AM. Association Between Pseudoexfoliation Glaucoma and Central Serous Chorioretinopathy. Am J Ophthalmol. 2026 Jun;286:287-295.